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Theatervorhang in St. Marien bleibt geschlossen

 

Eigentlich würde die Probenzeit der Theatergruppe St. Marien für die Theatersaison 2018 gerade in die heiße Phase gehen. Eigentlich müssten die Plakate längst aufgehängt sein, der Vorverkauf laufen. Doch in diesem Jahr bleibt der Theatervorhang in St. Marien geschlossen – obwohl dieser gar nicht mehr an Ort und Stelle hängt. Aufgrund der Umbauarbeiten im Pfarrzentrum St. Marien in der Spittelleite sind die Theatervorstellungen in diesem Jahr nicht möglich und die Theatergruppe St. Marien hat sich dazu entschlossen in diesem Jahr zu paussieren.

 

Das Pfarrzentrum St. Marien wurde 1968 als Kloster der Kapuziner in Dienst genommen. Ein Teil der vorhandenen Räumlichkeiten wurde seit mittlerweile knapp 50 Jahren nicht renoviert bzw. saniert. Die letzte Renovierung des Pfarrsaals und der Bühne erfolgte vor etwa 30 Jahren.

 

Die Kirchenverwaltung überlegte seit einiger Zeit, wie eine sinnvolle und – aufgrund der Finanzsituation – kostengünstige Renovierung durchgeführt werden kann. Beweggründe für die Renovierung waren u.a. die veralteten Installationen zu erneuern, die Räume nach aktuellen Brandschutzvorschriften und zumindest teilweise barrierefrei zu gestalten. Über eine Rollstuhlrampe wird der Pfarrsaal zukünftig auch vom Haupteingang des Pfarrzentrums aus erreichbar sein und ein kurzer Weg aus dem Pfarrsaal zu den neuen Sanitäranlagen im Erdgeschoss mit Behindertentoilette entstehen. Der bisherige Glasgang am Haupteingang wird zu einem besucherfreundlichen Eingangsbereich mit Sitzgelegenheiten umgestaltet. Im Rahmen der Planungen wurde explizit auf ein klimabewusstes Energiekonzept und zukunftsorientiertes Handeln Wert gelegt.

 

Der Pfarrsaal wird mit einer für die Pfarrveranstaltungen funktionalen, neuen Küche ausgestattet, es wird ein Lagerraum für die Tische und Stühle errichtet und die Ton- und Beleuchtungstechnik werden auf einen aktuellen Stand, u.a. mit LED-Beleuchtungen, gebracht. Um den Pfarrsaal in Richtung Innenhof zu „öffnen“ werden dort bodentiefe Fenster eingebaut, die auch mehr Tageslicht in den Saal lassen. Insgesamt werden die Räume nach der Renovierung wieder frisch und einladend sein.

 

Einerseits sind wir als Theatergruppe St. Marien etwas traurig, dass wir in der Theatersaison 2018 nicht auf der Bühne stehen werden. Andererseits freuen wir uns, unser Publikum im Jahr 2019 zum 29jährigen Bestehen der Theatergruppe St. Marien in den neu gestalteten Räumen begrüßen zu dürfen. Bis dahin liegen auch vor der Theatergruppe noch einige „Umbaumaßnahmen“ – aufgrund der Umgestaltung der Räume müssen auch die Kulissen für die Theaterstücke erneuert werden, um den dann etwas geringeren Platz auf der Bühne optimal für die Umsetzung der Theaterstücke nutzen zu können.

 

Von den Gesamtbaukosten in Höhe von 902 T€ werden etwa 644 T€ von der Erzdiözese Bamberg getragen, der Eigenanteil der Pfarrei St. Marien von 258 T€ wird teilweise aus Rücklagen und Fördergeldern sowie durch Spenden und einen Baukredit finanziert.

 

Die Theatergruppe St. Marien unterstützt die Renovierung des Pfarrzentrums mit einer Spende in Höhe von 1.000 € und jährlich weiterhin mit einem Anteil aus dem Kartenverkauf für die Theatervorstellungen.